Fair Fashion oder Fast Fashion?

TRUE COST - der wahre Preis der Mode

Wir zeigen Schülern den Film und bieten den Lehrinnen und Lehrern Hilfe bei der Behandlung im Unterricht an.

Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 – oft geht man in Kleidungsgeschäfte und ist begeistert, wie billig die neueste Mode bei uns zu haben ist. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? THE TRUE COST – Der Preis der Mode macht sich auf die Suche und verfolgt eindrucksvoll den Weg, den die Kleidung macht, bevor sie zu uns ins Geschäft kommt. Die bedrückende Antwort auf die Frage ist: Es darf nicht sein!
Es gibt kaum einen Markt, bei dem Schein und Realität so weit auseinander liegen wie bei der Bekleidungsindustrie. Auf der einen Seite gibt es Modeschauen mit Starmodels und rotem Teppich, auf der anderen Seite wird die Kleidung zumeist unter sklavenähnlichen Bedingungen in sogenannten Dritteweltländern produziert. Die Ausbeutungskette, die hinter jedem einzelnen Kleidungsstück steckt, wird unsichtbar hinter der Glamourwelt der Modeindustrie.

THE TRUE COST – Der Preis der Mode zeigt diese Kette auf: Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten? Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist erschreckend. Ebenso erschreckend ist die Verdrängung dieser Tatsache in der westlichen Welt. Wer würde schon eine Hose kaufen, wenn er wüsste, dass dafür ein Kind verdursten musste oder die Näherin der Hose in den Trümmern einer eingestürzten Fabrik gestorben ist? THE TRUE COST – Der Preis der Mode zeigt die erschütternde Wahrheit: Die Kosten für unsere Kleidung müssen andere bezahlen.

(Grandfilm)

 

TODSCHICK – MODE ODER MORAL – Vortrag von Femnet e.V.

Der Club Leverkusen/Leichlingen hatte zu einem Vortragsabend zum Thema „Todschick – Mode und Moral – Warum teuer nicht fair bedeutet“ eingeladen. Katharina Edinger von Femnet (Femnet, Bonn, e.V. zur Förderung menschenwürdiger Textilproduktion), stellte als Referentin eine Fülle von Informationen zur globalen Bekleidungsindustrie und die mühsamen Schritte zu einer menschenwürdigen Produktion z.B. In Südostasien vor.

Frauen arbeiten unter den härtesten Bedingungen an Jeans, Kleidern und T-Shirts, die wir hierzulande tagtäglich gedankenlos von den Kleiderständern nehmen. Die Bekleidungsindustrie wird weltweit hauptsächlich von Frauen getragen: Sie kaufen die meiste Kleidung, arbeiten in Modegeschäften, sind auf Titeln von Modemagazinen und fertigen in den weltweiten Textilfabriken unsere Kleidung.

 

Mittleres Bild: Christine Steinbach, Präsidentin des Clubs Leverkusen/Leichlingen, bedankt sich bei der Referentin Katharina Edinger mit einem Blumenstrauß 

Im Anschluss an den Vortrag gab es eine angeregte moderierte Diskussion, die bei leckerem Fingerfood und Getränken in lockerer Atmosphäre mit zahlreichen Gästen fortgesetzt wurde. Zur Unterstützung der engagierten Arbeit wurden 1000 € an Femnet e.V. gespendet.

Unser Vortrag stand am Anfang einer ganzen Aktionswoche in Leverkusen, die der Club Soroptimist Leverkusen/Leichlingen gemeinsam mit dem Deutschen Frauenring Ortsring Leverkusen und Zonta Leverkusen zum Thema veranstaltet hat. Mit der Femnet-Ausstellung „Fair Trade – Ich mache Deine Kleider“ mit einem begleitendem Vortrag von Annika Salingre von Femnet e.V., einer Tanzperformance mit Modenschau von fairer Kleidung des Jungen Theaters und Tanztheaters der Jugendkunstgruppen Leverkusen und der Präsentation des Films „True Cost“ wurden Frauen allen Alters auf das Thema angesprochen, aufmerksam und betroffen gemacht.

"Nähen verbindet" - ein Flüchtlingsprojekt in Leverkusen

Unter Anleitung nähen Flüchtligsfrauen regelmäßig in den Räumen der AWO Leverkusen. Dazu wird eine Kinderbetreuung angeboten und die niederschwellige Vermittlung von Deutschkenntnissen.


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